Das Gefühlslos der Fische

Vivaneau à queue jaune, Ocyurus chrysurusDAS GEFÜHLSLOS DER FISCHE

Auch andere Menschen haben Gefühle.

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Ein Fisch zu sein bedeutet vor allem eins, manchmal in einem Meer aus Gefühlen zu schwimmen oder sogar in einer Gefühlsflut zu versinken. Fische leben nun mal im Wasser, mit der Erde haben sie wenig am Hut. An Land würde es ihnen das Leben kosten.

Wer jetzt immer noch denkt, ich schreibe von den glitschigen Tieren in den Meeren, den hab ich jetzt wohl auf die falsche Fährte getrieben, vielleicht aber auch nicht, den etwas über einen Fisch zu erfahren, kann helfen, ihn zu verstehen oder das ein oder andere auch bei sich selbst zu finden. Denn ich schreibe hier von den Menschen, die zwischen 20. Februar und 20. März geboren wurden und zu dem Sternzeichen Fische gehören.

Was man von Fischen lernen kann?

Warum ich selbst gerade dieses Sternzeichen als Thema gewählt habe, lässt sich nicht schwer erahnen. Ja, ich bin Fisch und das in ausgeprägter Form. Ich liebe Wasser und schwimm gern darin – genauso, wie ich immer wieder in meinen Gefühlen schwimme. In den Gefühlen von Begeisterung, Euphorie, Inspiration, Leidenschaft, Vergnügen, Genuss, Abenteuer, aber im Gegenzug auch in dem Gefühl von Resignation, Zweifel, Ungeduld und Überforderung. Mein Leben besteht aus Ebbe und Flut. Das war mir nicht immer klar und wie oft hab ich versucht, mit künstlichem Ordnen und wildem Rudern ein ruhiges Gewässer aus mir zu machen. Bewirkt hat dies, dass sich die beiden Pole noch verstärkt haben und die Seefahrt einer Sturmfahrt glich. Das Gute an solch einer Sturmfahrt: man verliert irgendwann die Kraft mit voller Energie weiterzufahren und überlässt sich irgendwann den Wogen der Wellen, weil man nicht mehr kann. Die verlieren nämlich auch irgendwann ihre Kraft.

Und dann passiert das Kuriose: Die See wird ruhig und die Gefühle werden klar. Doch um nicht immer eine solche Prozedur voranzuschicken, hab ich daraus gelernt, in solchen Momenten einfach von selbst ruhig zu werden. Wenn ich mich nicht mehr entscheiden kann, wenn tausend Stimmen in mir toben oder das gute Gefühl mit dem unguten ständig den Platz tauscht, dann versuch ich einfach ruhig zu werden und mich vom Gefühl (Wasser) treiben zu lassen – bis ich wieder an Land gespült werde und wieder klar unterscheiden kann zwischen Wasser und Land – Gefühl und Stabilität.

Wie Wasser unser Leben bestimmt?

Diese einfache Lektion hat mir vor wenigen Wochen das Hochwasser gelehrt. Der kleine Bach der übers Jahr völlig zurückhaltend an meinem Grundstück vorbeiplätschert, konnte den vielen Regen nicht mehr fassen und hat mein Haus optisch zu einem Hausboot werden lassen. Zweimal hat das Wasser den Weg durch die Ritzen meiner Haustüre gesucht und zweimal war mein Erdgeschoss mit Wasser überflutet. (Aber zum Glück nur wadenhoch – der Schaden hielt sich in Grenzen.) In den Nächten als die Feuerwehr versucht hat, das Wasser abzupumpen, konnte ich nichts tun, außer warten. Warten bis das Wasser wieder zurückgeht, erst dann konnte ich wieder Ordnung schaffen. Dieses Hochwasser hat mich Geduld und Gelassenheit gelehrt und dass es im Leben nur mit dem Achten von Gefühlen und Bedürfnissen geht und nie ohne oder gegen sie. Wasser ist  machtvoll. Wasser kommt immer wieder in Balance, wenn man es lässt (Wasserwaage). Gefühle kommen immer wieder in Balance, wenn man sie annimmt und sich einlässt. Wir haben eine eingebaute Wasserwaage. Versuchen wir mit dem Verstand unsere Gefühle (weg) zu leiten, werden die Wellen zurückschlagen, denn Wasser sucht sich seinen Weg immer selbst. Wasser hat immer die Dynamik des Ausgleichs.

Vertrau deiner natürlichen Balance!

Mit dieser Einsicht will ich versuchen immer mehr, allem, was in mir hochkommt Vertrauen schenken. Dass es sicher was zu bedeuten hat und mir dient, wenn das ein oder andere Gefühl auftaucht. Es ist ein Wegweiser – und ich will ihn reinlassen und schauen, was er mir sagen will und nicht gegensteuern. Denn sonst werde ich selbst ein Hochwasser erzeugen, das irgendwann alle meine Dämme bricht!

Und auch dir wünsche ich ein gutes Gespür für deine Gefühle!

Mohni

 

Foto © 2436digitalavenue | Fotolia.de

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Fische-Seeelenfreundin Mohni!

    Wie schöööön, Deine Seite hier gefunden zu haben und wie wunderschöööön Du hier Deine tiefen Gefühle, Gedanken und Wahrheiten ans Licht und die Welt bringst…
    Liebste Grüsse von Christine

    07.03.1962

  2. Oh danke liebe Christine,
    das freut mich sehr… und ja, Gleichgesinnte, wie schön… her damit!!!!!
    Lass uns doch verbinden! 🙂
    Fröhliche Grüße!
    Mohni

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