Vom leichten Starten und dem Gewinnen von Durchhaltevermögen

fotolia_57466036_xsVOM LEICHTEN STARTEN UND DEM GEWINNEN VON DURCHHALTEVERMÖGEN

BLOG AUCH ALS AUDIO

WENN DU LIEBER HÖRST…HIER GIBT’S DEN BLOG ALS PODCAST DIREKT AUF DIE OHREN.

 

Heute greif ich den Impuls von Adrian auf. Über Facebook habe ich eine Umfrage gestartet, was denn so die größten Hürden sind beim Ideenstarten. Er findet das Anfangen schwierig, weil es einfach zu viel Interessantes gibt, zuviele Ablenkungen und das Durchhalten erst recht schwer fällt – gerade wenn viele innere Stimmen in einem die Oberhand gewinnen. Stimmen wie: Das ist doch total mühsam, es wird langweilig oder es wird einfach zu viel. Dann kommt auch schnell mal die Überforderung ins Spiel und wir stehen wieder am Anfang.

Wie aber kann man aus so einem Karussell aussteigen?

Erst mal Danke, Adrian, für diesen wertvollen Impuls, den ich versuche mit meinen Gedanken und Erfahrungen aufzugreifen. Und die erste persönliche Erfahrung, die ich einbringen kann: Das Starten fällt mir persönlich total leicht. In mir ist Starter-Energie und damit hatte ich noch nie Schwierigkeiten. Dagegen fällt mir heute noch das Durchhalten und Dranbleiben sehr schwer.

Was will ich dir damit vermitteln?

Nun… jeder Mensch ist mit anderen Fähigkeiten ausgestattet. Ungemein hilfreich ist es, herauszufinden, welcher Typ man ist. Denn oft geraten wir bei etwas, was wir nicht können oder nicht hinbekommen in eine Art Selbstanklage, wir machen uns selbst klein. Wir glauben in allen Dingen gut sein zu müssen. Sind wir das nicht, sind wir nicht perfekt genug. Und dann werden wir nicht genug geliebt, so scheint es uns. Möglicherweise schämen wir uns dafür, dass wir dieses oder jenes nicht hinbekommen und sprechen es deswegen auch nicht aus. Oder wir finden andere Alternativen um das Defizit nicht zu berühren.

Hilfreich für mich war damals das Buch: Archetypen der Seele. Dort wurde ich vertraut mit den verschiedenen Typen und Modi, die wir für unser Leben gewählt haben. Mich in dem ein oder anderen wiederzufinden, hat mir unglaublich geholfen, das anzuerkennen, was gut ist, was ich gut kann und vor allem Frieden zu finden, in den Bereichen, die mir schwer fallen. Ebenso, dass die Defizite eigentlich noch großes Potential verdecken. Sehr spannend war für mich auch damals, zu lesen, dass ich das Entwicklungsziel: Beschleunigung hatte. Sehr oft war ich nämlich mit mir und meinem schnellen Geist überfordert, gerade dann, wenn keiner mehr hinterher kam. Ich sozusagen, allein auf weiter Flur mit meinen Erkenntnissen stand. Auch das Hauptmerkmal der Angst wird aufgezeigt und jeder hat eine solche zugrunde liegen, die aber auch Potentiale fürs Leben aufzeigt.

Doch was hab ich nun davon, wenn ich weiß, welcher Typ ich bin?

Der große Gewinn ist erstmal der, dass man sich so annehmen kann, wie man ist. Liebevoll erkennen, dass man eben nicht auf allen Ebenen gleich gut ist. Dass JEDER Mensch etwas gut kann und etwas anderes weniger gut. So wie Adrian geschrieben hat, kann er vielleicht gut, Dinge beenden. Denn das ist genauso wichtig im Zyklus des Wachstums: Starten – Voranbringen/Durchhalten – Beenden. Platz für Neues machen oder die Idee aus dem Stadium der Produktentwicklung hin zum Vertrieb zu bringen. Das ist auch wieder ein neues Starten – nach einem guten Abschluss.

Im Laufe meiner Selbständigkeit war ich selbst immer wieder mit meinen Defiziten konfrontiert. Gerade dann, wenn ich gut starte und mein Ideensprudler immer wieder neue Ideen und Lösungen anbietet, mir aber das Durchhalten nicht gut gelingt. Was mach ich dann mit all dem Ideen-Reichtum in mir? Damals hat mich diese „Not“ dazu gebracht, die Innere Firma zu entwickeln – einem Selbstmanagementwerkzeug, ein Kartenset mit meinen inneren Mitarbeitern, die ich heute in ihrem Potential stärken kann. Damit tu ich mir leichter, Dinge zum Laufen zu bringen. Und diese Arbeit hat mir wirklich geholfen, wertschätzender mit mir umzugehen. Zu entdecken, dass viele meiner vermeintlichen Schwächen gar nicht so schwach sind. Das einzige was sie klein gehalten hat, war die Verurteilung von mir. Etwas, was nicht aufgehoben wurde.

Heute geh ich mit diesem entfalteten Potential noch weiter. Denn der große ganzheitliche Gewinn liegt in der Verbindung von einzelnen Potentialen – dem Verbinden von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Wir müssen nicht mehr ALLES können – wir können uns ganz einfach verbinden, ergänzen und uns mit unseren Kompetenzen damit einen großen Freiraum und genialen Spielraum geben. Das Einzelkämpfertum ist erschöpft. Wir erreichen im „Ich versuch es alleine!“ bei weitem nicht mehr die Ergebnisse, die wir in einem Team erreichen.

Deswegen schau auch ich, wo oder wer kann mich unterstützen. Ich will unbedingt in einem Team arbeiten, einem Team aus Einzelunternehmern, die weiterhin selbständig und eigenverantwortlich agieren, aber sich gegenseitig unterstützen und die Jobs übernehmen, die der andere weniger gut kann – sozusagen ein Verbinden von Stärken zu einem großen Ganzen! Das erleichtert ungemein! Und noch ein anderes Phänomen wird sichtbar: Sobald ich mich mit Menschen verbinde, die das leben, was ich nicht so gut kann, verbinde ich mich mit deren Ver-Mögen, dass es leicht geht – sie  färben auf mich ab! ;O) Nach dem Spiegelprinzip wird ja deutlich: Nur was in mir ist, kann ich im Außen erkennen. Und wenn ich dem Resonanzprinzip folge und meine Aufmerksamkeit nun auf das richte, was ich beim anderen sehe, aktiviere ich damit auch mein Ver-Mögen, dass es mir gelingt. Es wird nie das gleiche sein, aber es wird sich auf eine Weise zeigen, die genau zu mir passt. Dies zu erfahren ist einfach göttlich! Und solche Freuden mit Menschen zu teilen ist unbezahlbar!

Sich mit Menschen zu verbinden, die das können, was du (noch) nicht so gut kannst, ist Gold wert. Es steckt an – es inspiriert – es fördert – es regt zum Wachstum an – und… am Ende macht es soooo viel Spaß, dass du dich fragst: Wieso hab ich mich da eigentlich so angestellt! ;O)

Ich erlebe das  gerade total ausgeprägt. Nachdem ich ja Ideen-Starterin mit Leidenschaft bin und meinen Fokus darauf ausgerichtet habe, Teammitglieder oder Menschen zu finden, die mir vorleben, was noch nicht lebendig in mir ist, hab ich auch in letzter Zeit ganz viele solcher Menschen angezogen:

  • Einen Millionär, der mir vorlebt, wie man mit Geld in Hülle und Fülle verbunden sein kann.
  • Menschen, die gerne verkaufen und Spaß daran haben.
  • Menschen, die Ordnung, Struktur und Durchhaltevermögen vorleben.
  • und viele mehr…

Und ich kann jetzt schon sagen, diese Energien in mir wirken so stark, dass ich wirklich Lust bekommen habe. Lust z.B. auf diese Themenwochen als meine Art, Marketing zu betreiben. Lust mir ganz neue Sichtweisen und Möglichkeiten für und mit Geld vorzustellen. Ich hab auch Lust aufs Aufräumen bekommen habe… ;O)

Und das sind nicht einfach Phasen, die morgen wieder verschwinden! Ich spür richtig, wie in mir neues Potential erwacht. Und das zu Erleben ist einfach toll, macht Spaß und erfüllt mich.

Gleichzeitig werde ICH gerade von Menschen angezogen, die sich mit Ideen-Verwirklichen und Potential-Entfalten auseinandersetzen. Die sich gerne von mir inspirieren lassen und denen es gut tut, meine positive Mutmacherenergie zu spüren. Auch ich stecke sie an und bring sie in das Ver-Mögen, es selbst zu können.

Deswegen ist es ausschlaggebend, um Weiterzukommen, dass du dir bewusst machst, welche Stärken du hast und dich dafür zu wertschätzen! Dann zu schauen, was gibt es zu wenig in deinem Leben, was kannst du noch nicht gut genug? Und dann suche Menschen, die das gut können. Lass dich in ihren Potentialbann ziehen! ;O) Wie es auf negative Weise funktioniert, hast du tausendfach erlebt, wie Energieräuber dir Energie ziehen! Richte deswegen jetzt deine Energie darauf, was du in dir entfalten willst und zieh diese Energie an!

Ich könnte auch sagen: Ich sehe was, was du (noch) nicht siehst! Ich zeigs dir… in Hülle und Fülle! ;O)

Alle(s) Liebe!

Mohni

Foto © jillchen – Fotolia.com

Schreibe einen Kommentar