Wählst du den sicheren Weg oder gehst du sicher deinen Weg?

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Viele Menschen haben mir immer wieder gesagt, ich sei mutig: allein große Schritte wagen – allein in ein Haus ziehen… Doch das Wort „mutig“ war komischerweise für mich nie wirklich ein Thema. Ich hab kaum darüber nachgedacht, jetzt mutig sein zu müssen, um eine bestimmte Entscheidung zu treffen. Aber irgendwo her musste der Mut ja kommen. Deswegen hab ich mich auf eine kleine Forschungsreise begeben, um zu erfahren wie ich mein „Einfach machen!“ gestärkt habe, so dass die Angst vor dem Scheitern keine Hürde mehr für mich war. Hier ist das Ergebnis.

Vorweg noch kurz zu meiner Art und Weise meiner Forschungsreisen, denn die werden in meinen künftigen Blogbeiträgen sicher immer wieder auftauchen. Ich liebe die Arbeit mit dem Inneren Team (daraus hat sich auch mein Werkzeug der Inneren Firma entwickelt) und auch in dieser Forschungsarbeit hab ich mir innere Anteile als Personen in ein Teamgespräch eingeladen. In diesem Fall wurde der Verstand zu Rate gezogen, der in Sachen Sicherheit ja gern ein Wörtchen mitredet. Im Interview mit ihm habe ich erfahren, dass ich wohl durch mein großes Bedürfnis, Dinge verstehen zu wollen, ihm immer eine „logische“ Erklärung für mein Vorhaben liefern konnte. Und deswegen hat er sich mir nicht mehr in den Weg gestellt, sondern mich höchstens um Achtsamkeit gebeten. Ich weiß, dass er um mein Wohl bedacht ist. So gesehen, hab ich wirklich einen sehr stärkenden Anteil in mir, der mich bei meinen Entscheidungen unterstützt, statt hindert. Die Erklärung für meinen Verstand, um vertrauensvoll MEIN DING zu machen, lautet so:

Jeder Mensch hat einen Lebensweg.

Auch du hast einen Weg, den du gestalten kannst, so wie du möchtest – auf dem du tun und lassen kannst, was du willst – jedoch mit dem Bedacht, mit Passanten wohlwollend umzugehen. An diesem Weg gibt es immer wieder neue Plätze, wo du dich aufhältst – deine Kindheit, deine Jugend, dein Start ins Berufsleben, Partnerschaften usw. Dort ist auch immer dein Postkasten, wo du Botschaften bekommst, die für dich als Wegweiser dort ankommen. Dieser Weg ist ganz allein für dich bereitet, es ist deine Spielwiese, deine Lebensbühne, auf der du auftrittst. Du bist der einzige Mensch, der die Fähigkeiten hat, diesen Weg so zu gestalten, dass es dir und gleichzeitig den anderen gut geht. Damit kann sich dein Weg wunderbar und auf natürliche Weise in das Wegenetz deiner Nachbarn, deiner Stadt, deinem Land, deinem Kontinent einfügen. Du bist verantwortlich für diesen Weg, ihn zu hegen und zu pflegen, damit Menschen diesen Weg passieren können, um voran zukommen und ihr Ziel zu erreichen – zu ihrem Nutzen und somit auch zu deinem, denn auch du willst ja die Wege anderer „nutzen“.

Was nährt dich auf deinem Weg?

Immer am gleichen Fleck zu bleiben, die anderen nicht zu brauchen oder gar durch verurteilen zu verjagen, würde dich dazu bringen, dass du verhungerst. Das was dich am Leben hält, lebendig macht, was dich nährt – von innen (durch Geben) und von außen (durch Empfangen) – würde ausbleiben. Wir können kein Leben allein führen, völlig unabhängig von Menschen. Wir brauchen uns und unsere Lebenswege, um lebendig zu bleiben und ein Leben in Fülle führen zu können. Deswegen ist es für mich keine Sache von Mut „meinen Weg“ zu gehen, sondern eine dringende Notwendigkeit, um mich und meine Mitmenschen lebendig zu halten.

Warum unser Lebensmodus „Überleben“ heißt?

Was tun wir? Uns wird beigebracht, unser Leben so zu führen, wie die Eltern es für gut heißen, wie die Lehrer es vermitteln. Oder wir machen mit einem starken Willen genau das Gegenteil. Aber welcher Weg davon ist richtig? Welcher bringt uns voran? In jedem Menschen ist ein tiefes Überlebensbedürfnis und so ist das erste, was uns in den Sinn kommt – um das Leben nicht aufs Spiel zu setzen – Sicherheit! Und woher bekommen wir die Sicherheit, die wir zum Überleben brauchen? Durch einen sicherer Arbeitsplatz, durch einen Partner, der uns versorgen kann oder könnte, durch einen Platz, der uns gehört, von dem uns keiner verjagen darf, rechtlich gesehen – möglichst durch ein Leben mit viel materiellem Besitz – das uns als Sicherheit dient, wenn es Notzeiten gibt! Und das ist genau der richtige Weg…

…um zu Überleben!

Aber wollen wir das? Wollen wir wirklich nur Überleben?

In unserem Leben gibt es einen ständigen Kampf zwischen dem Bedürfnis nach Sicherheit und nach Lebendigkeit. Wir glauben, dass wir uns für das eine oder das andere entscheiden müssen und deswegen kommen wir nicht voran. Doch um wirklich Sicherheit für unser Leben zu bekommen, müssen wir LEBEN! Auf dem eigenen Lebensweg ist die Sicherheit, die wir brauchen inklusive – gratis – im Paket inbegriffen! Es geht darum: Nicht das Leben unserer Eltern oder Vorbilder zu leben, um Idealen zu folgen – da sind wir nicht sicher. Nicht das Leben zu leben, auf dem man Angst haben muss, Fehler zu machen und vom Weg gestoßen zu werden. Nicht das Leben zu leben, das wir krampfhaft zu verteidigen suchen, weil es ein anderer betreten könnte. Nein, es geht um unser eigenes! Wir müssen unseren eigenen Weg gehen, um sicher zu sein! Wir müssen erwachsen werden und die Verantwortung für uns übernehmen, zu schauen, wer wir wirklich sein wollen, wenn wir wirklich sicher sein wollen.

Willst du glücklich sein – dann kommst du an der Verantwortung nicht vorbei.

Wir haben kein Recht auf den Wegen anderer herumzulungern, uns zu beschweren, dass nichts passiert und dabei auf bessere Zeiten zu warten. Wir haben kein Recht, über sie zu urteilen, wenn sie uns schlecht behandeln oder vom Weg stoßen. Wir haben keine Chance, Schöpfer unseres Lebens zu werden, wenn wir uns wie Opfer benehmen. Auch wenn sich diese Argumente sehr heftig und radikal anhören – das ist es, was wir akzeptieren, um auf dieser Erde zu überleben! Es liegt an uns. Treffen wir die Entscheidung: Opfer zu bleiben und anderen die Macht zu geben, über unser Leben zu bestimmen, gleichzeitig Gleichgesinnte mitleidig ebenfalls im Sumpf zu halten, um nicht alleine zu sein. Oder übernehmen wir die volle Verantwortung für unser Leben, für unser Glück, für unser Gefüllt-Sein und leisten unseren Beitrag für die Welt und werden Schöpfer unseres Lebens.

Was bringt mir der Weg der Verantwortung?

Ich kann versichern, der zweite Weg liefert auch keine Harmonie im Abonnement – aber so ist nun mal das Leben: wir lernen, wachsen und haben einen freien Willen, uns immer wieder neu zu entscheiden. Doch dieser eigene Weg ist so bereichernd, gibt unserem Dasein einen Sinn und füllt unser Liebesdepot. Wenn jeder seinen Weg gehen würde, bräuchten wir uns um Vorkehrungen, wie wir unser Leben schützen könnten, keine Gedanken mehr machen.

Lerne zu entscheiden: was ist meins, was ist deins!

Deshalb, such dir Menschen, die schon dort sind, wo du hinwillst. Lass dich von ihnen an die Hand nehmen, wenn du jemanden brauchst, der dich für eine gewisse Zeit führt. Lass dir ihren Weg zeigen, damit du deinen erkennst. Deswegen gibt es ja so viele: Menschen und Wege. Wir haben uns – um uns gegenseitig zu inspirieren, zu unterstützen und uns voran zu bringen, statt uns gegenseitig vom Weg zu stoßen. Erkunde deinen Weg und gestalte ihn mit allem, was du hast und wirklich dir gehört: deinen Bedürfnissen, deinen Erfahrungen und deiner Fähigkeit zu lieben.

Auf ein sinnvolles Leben, bei dem du sicher sein kannst, dass du dich und andere Menschen bereicherst!

Nachträglich widme ich diesen Blog auch der Mutmachparade von Johannes Korten. Beiträge zum Thema Mut – der in dieser Zeit immer mehr an Raum gewinnt – gibt es dort schon in Hülle und Fülle. Für den beherzten Schritt zu seiner Jazzlounge braucht ihr keinen Mut, sondern einfach nur einen Klick: http://www.jazzblog.de/jazzlounge/2014/05/mitmachen-mutmachparade/

Alles Liebe!
Mohni

Foto © schibilla | Fotolia.de

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. „Wir haben kein Recht auf den Wegen anderer herumzulungern“ – was für ein Satz!!!
    Danke, dass Du durch deinen Weg und das Teilen deiner Schätze mich ermutigst und motivierst auf meine Art und Weise das gleiche zu tun!
    That’s how life is meant to be these days.

    • Danke, Carolin!
      Ich weiß, du bist auch eine Visions-Architektin!!!
      Und ich freu mich, dass meine Vision auch deine Vision ist!

      Alles Liebe!
      Mohni

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