Warum wir (uns) durch Besitz immer mehr verlieren und wie durch ein Umdenken ein zusätzliches WIN entsteht

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Die Begriffe Besitz – Geld – Investition habe ich mal einer tieferen Prüfung hinterzogen:

Was definieren wir als Besitz?

Besitz ist das Vermögen an materiellen Gütern, wie Gegenstände, Gebäude, Grundstücke, Geld, und Rechte, die wir geerbt oder erworben haben und dadurch frei über sie verfügen können. Wenn mir etwas gehört, so habe ich die Macht, darüber zu entscheiden, was damit geschehen soll.

Was ist Geld?

Geld ist von Menschen erschaffenes Material zum Austausch von Waren, das für Ausgleich sorgen soll. Es ist weder ein Rohstoff aus der Erde noch entsteht es durch Prozesse in der Natur – es ist ein Produkt des Menschen. Es ist ein neutrales Zahlungsmittel, dass erst durch einen Wunsch eine Sehnsucht einen Wert bekommt.

Durch Kriege und Krisen wurde Existenzangst und somit das Mangeldenken immer größer und es entstand das Bedürfnis nach Sicherheit. Wir glauben seitdem, mit genug Besitz dieses Sicherheitsbedürfnis decken zu können. Es ist das Horten von tauschbarem Material in Notzeiten. Also wurde es für die Menschen zum Ziel, möglichst viel Geld zu besitzen und dieses mit Arbeit und gewinnbringendem Tausch von Eigentum zu vermehren.

Das jedoch ist ein Verhaften in der Vergangenheit. Die Notzeiten sind lange vorüber. Es geht nicht mehr um Sicherheit. Wir leben auf dem sichersten Kontinent der Erde in einem der sichersten Länder – mehr  Sicherheit können wir uns nicht erkaufen und doch treibt die Angst von Zuwenig immer noch in den Köpfen der Menschen ihr Unwesen.

Die Energie und Aufmerksamkeit, das Geld zu vermehren und  zu horten folgt dem Glauben an Notzeiten und verstärkt diese somit. Dafür gilt es sich zu rüsten – nur geben wir mit jedem Sicherheitsdenken in materieller Sicht diesen Notzeiten Macht. Wir erschaffen somit die Notzeiten selbst. Wir können unseren Mangel, auf dem wir alles aufbauen, nur durch Notzeiten rechtfertigen. Doch die Existenzangst und das Bedürfnis nach Sicherheit war in Kriegszeiten gerechtfertigt – aber sie war vor allem äußerer Natur. Unser heutiges Mangeldenken sitzt im Inneren und wir versuchen immer noch dieses durch äußere Sicherheit zu stopfen.

Geld wurde zum Ziel und ist es weitverbreitet immer noch. Nach dem Motto: „Hast du nichts – bist du nichts“ versucht die Menschheit ihren Wert durch materielle Güter zu steigern.

Wir haben nicht gelernt, das Geld nicht Ziel ist, sondern nur ein Mittel, um unsere Existenz in dieser Welt zu wahren, nicht aber um andere Menschen und die Natur durch Macht auszubeuten – ihren Wert auszubeuten, indem der Mensch Kraft und Lebenszeit schenkt, aber nur äußerlich entlohnt wird. Das Kräfte- und Restzeitdepot wird immer leerer.

Innerhalb von 100 Jahren stehen wir das dritte Mal vor einer Währungsreform. Was haben wir in all der Zeit nicht gelernt? Welches Geld-Denken, das in uns immer noch aktiv ist, führt nicht zum gewünschten Ziel? Und was ist denn eigentlich unser Ziel und das Ziel hinter dem Ziel, das wir mit Geld anstreben?

Wir haben ein Recht auf unsere Existenz und einen Raum, um zu leben. Doch geht das Geben dieses Rechts nur vom angeblichen Staat aus? Geben wir selbst nicht Verantwortung ab, wenn wir glauben, der Staat muss für uns und die anderen sorgen? Wir nehmen uns das Recht, mehr zu besitzen als Menschen neben uns. Aber: Geld steht zur Verfügung – es geht nicht um Besitz – es ist genug für jeden da, um in dieser Welt zu existieren und zum Wohle aller zu leben. Sicherheitsdenken schafft Mangeldenken und Mangeldenken schafft Kriege, diese wiederum bringen neue Notsituationen, in denen der Mangel wieder aktiv ist. Das Ziel ist wieder für Sicherheit zu sorgen zum eigenen Vorteil – ein unendlicher Kreislauf – solange einem das nicht bewusst ist oder ich dafür selbst nicht Verantwortung übernehme.

Ich behaupte, jedem Menschen reicht ein Grundeinkommen, um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Mehr bräuchte es nicht. Erst wenn Existenzangst nicht mehr existiert, kann wirkliche Verwirklichung stattfinden. Nach dem Sinn zu streben, der in jedem von uns angelegt ist, dies als neuen Fokus einzurichten und das Sicherheitsdenken fallen zu lassen. Denn ich bin sicher, wenn ich meinen Weg gehe. (Mein Blogbeitrag: Gehst du den sicheren Weg oder gehst du sicher deinen Weg.)

Wie komme ich zu dieser Einstellung?

Jeder Mensch auf dieser Welt, der einer bezahlten Beschäftigung nachgeht, arbeitet nicht für dieses Geld, sondern für andere Menschen. Er sorgt dafür, dass Zündkerzen mein Auto zum Starten bringen oder das Getreide zu Korn und dann zu Brot verarbeitet wird. Jeder Mensch arbeitet für andere Menschen, um Bedürfnisse  zu decken. Das ist den wenigsten bewusst.

Wenn wir einkaufen, zahlen wir nicht für den Wert der Ware, sondern für den Wert der Menschen, die an diesem Produkt beteiligt waren. Und selbst der Materialwert, nehmen wir z. B. mal eine Couch, für die wir 1000€ bezahlen – auch für diesen Materialwert haben Menschen gearbeitet. Wenn Computer, Maschinen und Roboter daran beteiligt waren, bezahlen wir die Menschen, die diese Maschinen, erfunden, erstellt und programmiert haben.

Es gibt keinen Menschen, der nicht für andere Menschen arbeitet.

Geld bekommt doch da einen ganz neuen Blickwinkel. Geld gilt hier wirklich nur als Tauschmittel, mit dem Blick auf Wertigkeit. Was ist mir das Produkt wert, müsste eigentlich heißen: Was ist mir die Arbeit der Menschen wert, die für die Deckung meiner Bedürfnisse sorgen?

Was ist mit Menschen, die Geld anlegen?

Auch hier ist der Sicherheits- bzw. Mangelgedanke wieder aktiv: „Ich muss dafür sorgen, dass ich in Sicherheit bin, es tut ja kein anderer und dem Staat ist nicht zu trauen. Ich muss für meine Zukunft vorsorgen.“ Es steckt darin ein Ohnmachtsgedanke, Misstrauen und die Angst vor Abhängigkeit von anderen – mit dem Ziel sich unabhängig zu machen. Doch das Ziel der Unabhängigkeit ist Trennung. Was wir brauchen ist Verbindung!

Wir brauchen kein: Ich sorge für mich – sondern ein: WIR SORGEN FÜR UNS, DAMIT WIR UNS ENTFALTEN KÖNNEN! Denn wir brauchen einander.

Eine Verbindung von Bedürfnissen und Decken von Bedürfnissen. Statt ein Recht auf Besitz muss das Recht auf die Deckung von Bedürfnissen gewährt sein. Mit Besitz kann ich meine Bedürfnisse nur bedingt, auf jeden Fall nicht nachhaltig decken.

Mit dem Horten und Anlegen von Geld unterbreche ich meine Entwicklung und die Entwicklung von anderen Menschen. Das Geld ist nicht im Fluss. Das Geld, das ich erwirtschaftet habe, gehört mir nicht, es steht mir zur Verfügung – jemand hat dafür etwas gegeben, um seine Bedürfnisse zu decken. Und es steht wiederum mir zur Verfügung, um meine Bedürfnisse zu decken.

DAS GROSSE ZIEL: Das Grundeinkommen von der Arbeit (Kreativität, Verwirklichung, soziale Dienste) zu entkoppeln. Es darf nicht miteinander verknüpft sein! Dadurch kann sich Potential erst entfalten. Es gilt grundlegend, die Menschen gleichwertig wertzuschätzen und ihnen ihre Existenz zu sichern. Für ihr Wohl, wie immer das auch aussehen möge, sind sie dann selbst verantwortlich.

Schon ziemlich bald war das mein Wunsch / Ziel: Ich will, wenn diese Existenz gesichert wäre, Menschen darin fördern, ihr Glück in sich zu finden, Talente zur Verwirklichung zu bringen, eigene nachhaltige Ideen umsetzen, meine Leidenschaften umso mehr ohne Abhängigkeit meiner Existenzsicherung leben.
Doch was ist, wenn die Existenzsicherung immer erst als zweite Priorität steht? Dann habe ich in dieser Welt verloren, dann kann ich mein ideelles Vorhaben eigentlich in den Wind schießen. Aber ist das der Sinn?
Also müsste das System so aufgebaut sein, dass es eine Existenzsicherung von vornherein vorsieht.
Es gibt viele, die sich für das bedingungslose Grundeinkommen einsetzen, aber auch da bin ich geteilter Meinung. Denn dieses wird wieder vom angeblichen Staat  gefordert (ohne ihn läuft wohl scheinbar nichts) und für ALLE, ob sie wollen oder nicht! Wo ist da die Freiheit?
Meine Lösung ist, raus aus dem bisherigen System und eigenverantwortlich die Lösung sein.
Doch komm ich wirklich aus diesem System raus, wenn ich diese Bedingung stelle, dass ich ein Gutmensch sein will? Nach Jahren der verschiedensten Versuche, kann ich sagen nein. Nicht ohne Kompromisse, die meine Freiheit einschränkt.
Für mich führt die Lösung nur über die Bedingungslosigkeit von Geben und Empfangen und über ein WIR und das Aufheben von Angst und Misstrauen. Das bedeutet für mich, die Kontrolle über das „wie kommt das Geld zu mir“ aufzugeben und mir meines Wertes und den Wert der anderen bewusst zu sein. Dann erst kann ein wertschätzendes Miteinander geschehen, das ermöglicht, seinen sinnvollen Dienst für die Welt anzutreten – damit alle/viele was davon haben und nicht nur ich!

In was sollte ich also investieren – was wäre nachhaltig für mich und für die Welt?

  1. IN MICH SELBST
    So lange Geld für mich noch eine wichtige Rolle spielt, meine Existenz noch nicht gesichert ist und das Sicherheitsdenken aktiv, ist es sinnvoll in sich selbst zu investieren – (mit vorhandenem Geld und/oder Zeit) in die eigene Persönlichkeitsentwicklung – in das Auflösen von nicht mehr dienenden und alten Glaubensmustern – in die Entfaltung des eigenen Selbst – in die Selbst-Wertschätzung. (Hier steht dir mein Kurs in Selbst-Wertschätzung bedingungslos zur Verfügung.)
  2. IN EINE STIFTUNG
    Hat man genug Geld zur Verfügung und hat man den inneren Reichtum in sich wahrgenommen, kann man den Überschuss an eine Stiftung weitergeben oder selbst eine gründen, um Menschen zu unterstützen, deren Idee oder Tätigkeit mir möglicherweise genützt hat oder nützen könnte. (Mittlerweile ist dazu meine Idee der Mini-Stiftung entstanden.)
  3. DIREKT IN ANDERE MENSCHEN
    Hat man diesen Weg beschritten und ist man an dem Punkt angekommen, an dem man sich selbst so reich fühlt, allein durch das Wahrnehmen der eigenen Talente und Gaben, dann kann man auch andere Menschen unterstützen – mit Geld, das ich zur Verfügung habe oder unentgeltlich, um Talente und Gaben zu fördern. Denn es ist auf Dauer deprimierend und einsam, wenn man mit einem großen Potential an Gaben (zum hergeben) alleine da steht. Deswegen lohnt es sich in andere Menschen zu investieren – in welcher Form auch immer – mit dem, was einem genug zur Verfügung steht – egal ob Geld, Ideen oder persönlichen Einsatz. Nicht um den persönlichen Gewinn (materiell) zu erhöhen, sondern durch das Geben und Neben in ein Gefühl von Ausgleich, Gleichgewicht und Entspannung zu kommen. Sowie durch das Miteinander (Kommunizieren, Agieren, Wahrnehmen) am jeweils anderen zu wachsen. Unser Ziel ist es zu wachsen und nicht um Geld zu vermehren. (Frag Menschen, womit du sie unterstützen kannst, womit du ihnen eine Freude / Wertschätzung machen kannst. Wenn du mir eine Freude machen willst, findest du hier Anregungen!)

Auf ein wertschätzendes Miteinander!
Alles Liebe!

Mohni

 

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