Wieviel Schwäche zeigst du in der Selbständigkeit oder zeigst du nur Sachen, die Spaß machen?

WIEVIEL SCHWÄCHE ZEIGST DU IN DEINER SELBSTÄNDIGKEIT ODER ZEIGST DU NUR SACHEN, DIE SPASS MACHEN?

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Manchmal ist es schon – im wahrsten Sinne des Wortes – echt witzig, was ich so in meinen Tagebüchern zur Inneren Firma finde! Gerade beschäftigt mich das Thema: „Schwäche zeigen“ enorm!

Mir fällt immer mehr auf… nein… Bullshit… mir geht es gewaltig auf den Zeiger – Sack kann ich ja nicht sagen! 😉

Mir geht es gewaltig auf den Zeiger, wieviele Dienstleister fürs Business alles so auf die super optimale, ultra-hochglanz-perfekte Art zeigen, wie Selbständigkeit funktioniert und sein sollte. Im smarten Kleidchen, vom perfekten Arbeitsplatz aus, mit dem optimalen Kunden kommunzieren und nach 3 Wochen den Deal des Jahres in der Tasche haben. Leute wo bleibt die Realität? Und geht es überhaupt darum, den perfekten Erfolg in der Tasche zu haben und sich dabei perfekt zeigen zu müssen, um eine lebendige und erfüllende Selbständigkeit zu präsentieren? Ich sage absolut NEIN!

Für mich ist Selbständigkeit die Bühne für mein persönliches Wachstum, für meine Ver-Wirklichung und da will ich verdammt nochmal scheitern und Fehler machen dürfen! Wo denn sonst… hab ich die Freiheit dazu, ohne von einem Vorgesetzten eine aufs Dach zu kriegen! 😉

Ich fass mich aber selbst an die Nase. Ich habe auch lange Zeit immer sooo positiv gesprochen. Meine Grundeinstellung war so! Irgendwann merkt man gar nicht, dass man übers Ziel hinaus schießt und ALLES schön redet! *lach* Ja, das mit dem „Du bist sooooo positiv“ liegt mir von einem ganz bestimmten Freund noch sehr im Ohr! 🙂 Aber damals hab ich das nicht wirklich verstanden!

Irgendwann klappt es dann nicht mehr, wenn man sich selbst nur im hellen Licht präsentiert und nur von den guten Seiten erzählt. Wenn Leute dich fragen, wie es geht und wie es läuft und du immer nur sagst: „Gut!“ Dann interessiert sie es irgendwann wirklich nicht mehr und du wunderst dich, wenn sie nicht mehr fragen.

Die dunklen Etappen in der Selbständigkeit wollen genauso ihre Wertschätzung bekommen – schließlich sind es die, die uns wirklich voran bringen.

Und mit Wertschätzung meine ich nicht, wieder ihre positive Seite hervorzeigen. Sondern einfach mal die Sache auf den Tisch zu legen, so wie sie ist, nichts verschönt und nichts geschminkt, sondern einfach die nackte und ehrliche Wahrheit! Puuuh! Manchmal ist das echt schwer! Da glauben wir, dass wir nicht mehr gemocht werden oder eben als Versager abgestempelt werden. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall! Aber in der subjektiven Rolle nimmt man das nicht wahr!

Vielleicht ist es genauso schwer für die, die immer nur jammern und klagen und alles schlecht reden, von sich aus mal positiv zu sprechen?

Diese Frage stell ich mir gerade! Da sind wohl beide Extreme nicht die Ziele, die uns voran bringen. Also ein Gleichgewicht entsteht einfach nur durch Authentizität! Ehrlich sich selbst hinterfragen und auf eine ehrliche Frage eine ehrliche Antwort geben!

Als ich heute in meinen Teamgespräch-Tagebüchern zur Inneren Firma gestöbert habe, bin ich auf einen solchen absolut genialen Beitrag gestoßen, der so 100% stimmig ist – Mohni live! 😉

Und ich bin wieder mal aufs Äußerste erstaunt, wie klar doch unsere innere Stimme ist, wenn wir sie von dem wilden Getümmel im Kopf trennen können und einzeln befragen. Dann zeigt sich wirklich die innere Weisheit und das ohne Hilfsmittel und andere Personen. Und genau das war der Beweggrund zur Umsetzung meiner Inneren Firma gewesen. Jederzeit ein Werkzeug zur Hand zu haben, das mir hilft, die wirren Stimmen im Kopf zu sortieren und die hilfreichen von den störenden zu unterscheiden.

Aber nun… lange Rede, kurzer Sinn… hier die Aufstellung über das Thema:

 

WIR MACHEN NUR SACHEN, DIE SPASS MACHEN!
Aufstellung vom 23.4.2012

Im Teamgespräch:
Chefin – Wanda Witzfritz (Spaß & Vergnügen) – Herr Zischi (Auftragsabwicklung)

Chefin:
Hallo liebe Kollegen, ich will jetzt endlich mal den Bearbeitungsfluss in Bewegung bringen. Mir fällt auf, dass meine Auftragsabwicklung die Prioritäten nach Spaß einteilt. Das steht an oberster Stelle. Und so werden Aufträge, die dem ersten Schein nach, nicht nach Spaß aussehen, immer nach hinten gestellt. Das will ich ändern! Es ist in Ordnung, wenn wir Dinge nicht machen, wenn wir damit keinen Spaß haben, aber Projekte, die wir mit Spaß begonnen haben, sollten auch weiter geführt werden. Wir sind hier nicht im Kindergarten, sondern führen eine Firma, von der wir leben. Also ich bitte da um mehr Disziplin bzw. um den Grund, warum sich der Spaß so breit macht. Wir haben doch da kein Defizit!
Bitte sag mal du was dazu, Zischi (Auftragsabteilung)!

Zischi (Auftragsabteilung):
Hm, ja, mit der Wanda (Spaß & Vergnügen) ist es sehr lustig! Könnt den ganzen Tag mit der rumblödeln. Ja, ich merke, dass ich viel lieber mit ihr rumalbere, als die Sachen abzuarbeiten. Ich weiß auch nicht! Ich kann mich der nicht entziehen. Das ist so ein Pausenclown. Und der gefallen meine Witze und die schießt so toll zurück. Hey, das ist ein Spaß! Wenn die das nicht mehr dürfte, dann würde mir was fehlen.

Wanda Witzfritz (Spaß & Vergnügen):
Hey, ja, wasn Spaß mitm Zischi. Der macht so toll mit! Wenigstens einer, der meine Belustigung wahrnimmt! Die Kollegin Disziplin kann mich nicht leiden. Mein Job ist total wichtig, ohne mich hätte die Chefin keine Motivation!

Chefin:
Hm, ja, das weiß ich, aber der Spaß muss auch in anderen Abteilungen ankommen. Du hast das mit der Disziplin schon erkannt. Aber ich denke ihr geht’s viel mehr darum, dass du den Zischi mehr ablenkst als unterstützt! Gibt’s denn irgendetwas, wovor du ablenken willst oder sollst?

Wanda Witzfritz (Spaß & Vergnügen):
Ja, ich habs so satt, auf all deine Aussagen diesen Spaßhut setzen zu müssen. „Es ist alles so toll, ich hab das schönste Leben. Schaut her, so geht’s!“ Chefin, das ödet so an. Bleib doch einfach mal menschlich, echt und auch schwach. Das macht mich kirre, dass immer alles so toll ist, was du machst. Du benutzt mich für deine Anerkennung! Kapier endlich, die Anerkennung brauchst du nicht. Es reicht, dass es gut ist, was du tust. Du musst keine highend-superlative Euphorie daraus machen. Bleib einfach auf dem Boden und sei wie du bist. Aufrichtig, witzig und liebevoll. Du machst das alles gut! Du musst es nicht noch extra betonen. Das ist unnötige Energie, die keiner wahrnimmt. Das schreckt sogar eher ab. Das ist das Zuviel, dass die Männer dir spiegeln, die dich auf den höchsten Thron setzten wollen. Du wolltest doch wissen, warum das so ist. Du machst dir mit deinem „Zuviel an Toll“ deine Komplimente selbst. Das ist ja an sich nichts schlechtes, aber dadurch lässt die echten von anderen nicht zu. Es ist einfach zuviel! Du machst durch dein „dich selbst auf den Thron stellen“ die anderen kleiner. Spar dir das und lass es zu, dass andere dich hochheben.

So und wenn du dich jetzt fragst, wie du das konkret anstellen sollst, vom Thron runterzukommen – ich kenn dich doch, Chefin! 😉 – dann verweise ich wiedermal auf das Unterenergien-stärken-Prinzip aus der Kinesiologie, dass du doch immer beherzigst. Überlege, was zu wenig gelobt wird, wo das tatsächliche Defizit an Wertschätzung ist und stärke das – selbst. Es geht nicht dadurch, dass du dich kleiner machst, sondern dass du den Ausgleich hinbekommst.

Chefin:
Also Wanda, ich bin echt sprachlos. Du hast es sowas von auf den Punkt gebracht. Ich glaub, ich habs kapiert. Es geht darum, meine Schwächen mehr zu zeigen, diese „hochzupreisen“ und da die Komplimente anzunehmen. Gute Sachen loben kann ja jeder! 😉

Wanda Witzfritz:
Toll! Du bist echt eine großartige Chefin! Du nimmst das alles an und setzt es auch um. Ich bin echt froh, dass ich hier bei dir meinen fröhlichen Job machen darf.

Es ist außerdem jetzt was Komisches passiert! Ich fühl mich jetzt nicht mehr als der Pausenclown, der für Hochstimmung in der Letargie sorgen soll, sondern eher wie eine Prüfinstanz. Und die geht von Abteilung zu Abteilung und schaut, ob es den Leuten dort gut geht und der Spaß nicht fehlt. Wenn doch, werde ich mich nach den Bedürfnissen erkundigen!

Herr Zischi:
Es hat sich jetzt echt „geklärt“! Ich hab kein Bedürfnis mehr nach Extra-Belustigung. Es ist bereits lustig bei der Chefin! 🙂

Chefin:
EINFACH GROSSARTIG! Meine Mitarbeiter sind so klasse! Danke!!!

 

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Ich danke dir fürs „Zuhören“! Vielleicht konnte ich dich zum Schwäche zeigen inspirieren. Seit ich das hier offen tue, krieg ich viel mehr positives, echt gemeintes Feedback zurück! Und das fühlt sich großartig an. Und irgendwie fühlt es sich auf komische Weise neu an – so als wäre man neu geformt worden – als wäre man rund! 😉

Wenn du Hilfe brauchst beim wirren Stimmen entwirren! Ich helf dir gerne… nein… ich helf dir mit dem größten Vergnügen… denn das macht mir wirklich Spaß… in Hülle und Fülle! 🙂 In dieser Woche hab ich sogar Last-Minute-Urlaubs-Special dazu. Greif zu! 😉

Und wenn du weiter und mehr über meine starken und schwachen Seiten erfahren möchtest. Meine bunte Vielfalt präsentiere ich regelmäßig in meinen MOHNFELD-ABO’s. Such dir eins aus… oder alle! 😉
Alles Liebe!
Mohni

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo liebe Mohni,

    super und danke für Deine Ehrlichkeit! 🙂

    Liebe Grüße
    Annette, noch ganz taumelig vom 1:7 😀
    P.S. Als Bloggerin bin ich noch recht frisch dabei: Weißt Du, ob ich Dir von meinem Blog hier folgen kann?

    • Vielen dank, liebe Annette,

      ich kann dir gar nicht sagen, was dieses Schwäche zeigen grad in meinem Leben in Bewegung bringt.
      Diese gnadenlose Ehrlichkeit… sich völlig zu befreien von dem Ego-Glauben: Ach Gott, was denken jetzt die anderen über mich??!
      Es befreit so sehr!!

      Bei deiner Frage über den Blog bin ich auch grad überfragt. Da werde ich mal in meiner FB-Bloggergruppe nachfragen und die Antwort noch nachreichen! 🙂

      Glücks-Grüße aus dem Süden!
      Mohni

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